Schaufenster Installation Judith Milberg

ANTROPOMORPHIA I-II-III
Ein Organismus wächst über drei Schaufenster


Judith Milberg und das Werden der Form

Wann wird Form lebendig? Dieser Frage widmet sich die Münchner Künstlerin Judith Milberg mit ihrer Installation ANTROPOMORPHIA I-II-III, die seit dem 22. Oktober die Schaufenster von LUDWIG BECK am Marienplatz in ein faszinierendes Kunstwerk verwandelt.

Kupfer- und goldfarbene Strukturen erstrecken sich über drei Schaufenster, verzweigen sich, überlagern sich und verschmelzen zu einem zusammenhängenden Organismus. Was im ersten Fenster beginnt, entwickelt sich im zweiten weiter und findet im dritten seine Fortsetzung. Dabei entstehen Formen, die an menschliche Körper, Pflanzen und lebendige Wesen erinnern, ohne sich eindeutig festlegen zu lassen.

Die Installation ANTROPOMORPHIA I-II-III ist noch bis zum 22. November 2026 in den Schaufenstern von LUDWIG BECK am Marienplatz zu entdecken.

Kunst mitten im Herzen Münchens

Mit ANTROPOMORPHIA I-II-III entsteht am Marienplatz ein besonderer Dialog zwischen Kunst, Architektur und urbanem Leben. Die Installation lädt Passantinnen und Passanten dazu ein, mitten im Alltag innezuhalten, neue Perspektiven zu entdecken und die Grenzen zwischen abstrakter Form und lebendiger Gestalt selbst zu erkunden.

Auch die Verbindung zu LUDWIG BECK ist dabei eine besondere: Seit 1861 entwickelt sich das Traditionshaus im Herzen Münchens stetig weiter. Genau wie die organischen Strukturen der Installation steht auch LUDWIG BECK für Veränderung, Entwicklung und immer neue Inspiration.

Im Mittelpunkt der Installation steht nicht die Darstellung des Menschen, sondern der faszinierende Moment, in dem aus abstrakten Strukturen etwas Lebendiges zu entstehen scheint. Farbige Bildtafeln bilden das Zentrum der einzelnen Schaufenster und lassen die organischen Bewegungen für einen Augenblick zu einer erkennbaren Gestalt werden.

„Mich interessiert nicht der Mensch als Motiv, sondern die Entstehung von Gestalt. Nicht der Mensch ist das Ziel dieser Formen. Es ist der Moment, in dem wir das Wachsen als Lebendigkeit erkennen.“ – Judith Milberg

Judith Milberg

Judith Milberg studierte Kunstgeschichte und Ägyptologie und war über viele Jahre  im Kunstmanagement tätig. Parallel entwickelte sie kontinuierlich ihre eigene künstlerische Arbeit. Erst 2017 entschied sie sich, mit ihren Werken an die Öffentlichkeit zu treten.

Seitdem werden ihre Arbeiten regelmäßig in Galerien, Museen und Institutionen gezeigt und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie Form entsteht – aus Wahrnehmung, Verdichtung und Transformation. Ihre Werke verstehen sich nicht als Abbild der Wirklichkeit, sondern als eigenständige Organismen, in denen  Prozesse des Werdens sichtbar werden.

Judith Milberg lebt und arbeitet in München und Italien.